Remote Economy fetzt!

Teil 1 meiner Interviewreihe CLEVER DURCH DIE KRISE

So gehen Leipziger Unternehmer mit der Corona-Krise um

Im ersten Interview:

Stefan Sorge, CEO of WEBTEAM LEIPZIG GmbH – Laravel, React, Mobile

WEBTEAM LEIPZIG oder kurz WTL war eines der allerersten Unternehmen, in denen ich Führungskräftetrainings durchgeführt habe.

Stefan Sorge, WTLs CEO, kenne ich schon seit fast 3 Jahren und freue mich immer sehr, wenn er persönlich auf meinen Netzwerkveranstaltungen oder in Form seiner Telefonnummer auf meinem Smartphone-Display auftaucht.

Stefan Sorge und Jan Bager, die beiden sympathischenGeschäftsführer von WEBTEAM LEIPZIG GmbH
Stefan Sorge und Jan Bager, die beiden sympathischen Geschäftsführer von WEBTEAM LEIPZIG GmbH.

JD: Na, Stefan, auf einer Skala von 1 bis 10, wie ist denn so dein ganz persönlicher Akku-Ladestand?

Stefan: Ich bin bei einer 8.

JD: Großartig, das ist ja recht hoch!

Stefan: Mein Akku ist fast voll. Wir sind mit unserer Firma, unseren Kunden und dem gesamten Team sehr gut durch die letzten 3 Monate gekommen. Wir spüren in unserem Netzwerk eine große Zuversicht und in mancherlei Hinsicht auch eine angenehm sympathische Aufbruchstimmung. „Jetzt erst recht!“

JD: Was ist dein Geheimtipp, der dich so bei Laune hält?

Stefan: Homeoffice erspart mir pro Woche etwa 4 Stunden Fahrtzeit. Dieses Freizeitgeschenk sehe ich als absoluten Gewinn. Und ich nutze die Zeit zur aktiven Zerstreuung: Joggen, Gärtnern, Telefonieren.

JD: Angenommen, es würde einen Zusammenhang zwischen den Pflanzen in eurem Büro und dem Zustand deines Business geben, was würden mir die Pflanzen verraten?

Stefan: Wir haben glücklicherweise nur eine Pflanze Verlust zu beklagen, alle anderen Pflanzen wurden und werden kontinuierlich mit Hingabe gewässert und gepflegt 😉

JD: Welche konkreten Maßnahmen habt ihr – neben der Pflanzenpflege – ergriffen, um WTL an die Corona-Krise anzupassen?

Stefan: Wir hatten bereits ein Controlling unserer kaufmännischen KPIs und ein eher konservatives Liquiditätsmanagement. Wir kennen unsere Zahlen, also konnten wir uns auf die Remote-Akquise konzentrieren und haben dies erfolgreich getan.

JD: Stichwort Remote-Akquise – wie sieht die konkret aus? Wie geht ihr vor?

Stefan: Anschreiben, anrufen, aktiv netzwerken und Chancen erarbeiten.

Gute Konzepte für und mit unseren Kunden und Interessenten entwickeln. Das hat bisher funktioniert – und wir sind auch für die Zukunft optimistisch.

JD: Was tun andere Unternehmer gerade, was du niemals tun würdest?

Stefan: Relevant viel Zeit und Energie in die Akquise von Fördertöpfen investieren. Low-hanging fruits, gern. Aber ansonsten würde ich mich immer auf die Kundenseite konzentrieren.

JD: Und womit hättest du nie gerechnet, wenn du an die letzten Monate denkst?

Stefan: Zum einen hat es mich überrascht, wie geräuschlos die Umstellung von Büro auf Homeoffice ging. Zum anderen waren viele Kunden, KollegInnen und Kontakte in der persönlichen Kommunikation noch einmal deutlich nahbarer als sonst.

JD: Gibt es etwas, das du Anfang März lieber mal schnell noch getan hättest?

Stefan: Kühlschrank und Warmwasserboiler im Büro abschalten 😉

JD: Was wirst du deinen Enkeln von der Corona-Krise berichten?

Stefan: Vermutlich werde ich bis dahin vergessen haben. Ich glaube nicht, dass „diese Zeit“ einen langfristigen Einfluss auf unseren Alltag haben wird. Dafür waren und sind die Einschränkungen und Auswirklungen in unserem Fall glücklicherweise viel zu gering.

JD: Mit dem Wissen aus den letzten Wochen – was würdest du in deine Schatzkiste für die nächste Krise packen?

Stefan: Toilettenpapier natürlich und fest gebuchte Termine für die nächsten 6 Monate für den Rewe-Lieferdienst.

JD: Wenn ich einen Ratgeber zu Unternehmensführung in der Krise schreiben würde – welche 3 Tipps würdest du beisteuern?

Stefan: Erstens: Lies und verinnerliche das Paper „Remote Economy“ von SinnerSchrader. Sprich: Stell dich umgehend auf die neue Situation ein. Zweitens: Cash ist King, weil Cash beruhigt. Drittens: Höre in dich, wie es dir geht. Und suche dir GesprächspartnerInnen, mit denen du dich adäquat austauschen und die Situation reflektiert betrachten kannst.

JD: Grandiose Hinweise, danke dir!

Dir gehört das letzte Wort. Was ist dein Fazit der Corona-Krisenzeit?

Stefan: Remote Economy fetzt und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel Spaß macht!

WEBTEAM LEIPZIG GmbH – Laravel, React, Mobile, kurz WTL, entwickelt Strategien, Pläne und Lösungen für die digitale Transformation von Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf Ideenfindung, Konzeption und Entwicklung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen. WTL bringt Geschäftsideen branchenunabhängig zur Marktreife: mit Verstand für die Sache und mit Gespür für individuelle Anforderungen.

Über die Autorin

Janett Dudda sorgt dafür, dass neue Führungskräfte ihr Team nicht aus Versehen „kaputtführen“...

...besonders dann, wenn aus Kolleg:innen über Nacht Vorgesetzte werden und diese spezielle Art Führung erst einmal gelernt (und nicht nur gegoogelt) werden muss.

Janett ist Diplom-Psychologin, Organisationsentwicklerin und Mediatorin und war selbst 10 Jahre lang Führungskraft. Ihre Texte verbinden psychologisches Fachwissen mit echtem Führungsalltag: klar, menschlich und weitgehend frei von Management-Buzzwords. Versprochen. Meistens.

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