Homeoffice: Pro und Contra aus Sicht der Mitarbeiter

Homeoffice - Pro und Contra aus Sicht der Mitarbeiter

Als ich im Jahr 2004 einen Werkstudentenjob bei Spreadshirt annahm, war die Voraussetzung für die Einstellung, dass ich einen DSL-Anschluss besaß und vom Homeoffice aus arbeiten konnte, da der Platz im HQ knapp war.

Zur Einarbeitung vor Ort im Büro teilte ich mir mit den Gründern und 5 weiteren Kollegen ein Büro, das kaum größer (und heller) als 5 Tiefgaragenstellplätze war. Um für mich und meinen (damals noch üblichen) Röhrenmonitor genügend Platz zu schaffen, räumte meine Mentorin Patricia eine Hälfte ihres Schreibtisches.

Für die neue Reklamationsbearbeiterin Doreen hatte jemand seinen alten, winzigen Jugendzimmer-Schreibtisch in Eiche-rustikal mitgebracht, auf welchem sich reklamierte T-Shirts, Pullover und Tassen stapelten. Doreen konnte man hinter ihrem Fort aus Reklamationskartons nie sehen, man hörte sie nur tippen.

„Wenig Platz“ bzw. „Bürokosten sparen“ rangiert für Startups auch heute noch unter den wichtigsten Gründen, Homeoffice zu gestatten oder gar zum Muss zu machen.

Doch nicht jeder Mitarbeiter jubelt, wenn ihm Homeoffice verordnet wird.

„[Es] gibt diejenigen, die immer etwas Hektik und ein Grundrauschen in der Nähe brauchen, um sich zu motivieren und produktiv zu sein. Es ist vor allem die Energie um sie herum, die ihre Leistungsfähigkeit beflügelt.“ Nicholas Bloom, Professor in Stanford | (Quelle)

Er muss es wissen – die Auswirkung der Arbeitsumgebungen Büro vs. Homeoffice auf die Produktivität und das Befinden der Mitarbeiter untersuchte er in einer groß angelegten Studie:

250 Mitarbeiter im Kundensupport eines chinesischen Reiseunternehmens durften ihren Job vom Homeoffice aus erledigen, weitere 250 nicht. Überraschenderweise wollte die Hälfte der Mitarbeiter, die vom Homeoffice aus arbeiteten, nach Abschluss der Studie wieder zurück ins Büro. „Ein Nachteil der Heimarbeit ist, dass die Mitarbeiter und was sie leisten, viel zu oft nicht gesehen werden“, erklärt Bloom dieses Phänomen in diesem TED-Talk, in welchem er die Studienergebnisse vorstellt.

Während der Recherche zu diesem Artikel habe ich verschiedene Menschen zu ihrer Meinung zu Homeoffice befragt. Vorweg: die allermeisten sind erst einmal begeistert von der Idee, vom Homeoffice aus tätig zu sein.

Beleuchten wir einmal die Gründe dafür:

1. PRO Homeoffice: 6 Dinge, die Arbeitnehmer an der Arbeit im Homeoffice schätzen

1.1. Höhere Produktivität, weniger Ablenkung

Mitarbeiter fühlen sich im Homeoffice produktiver. „Zu Hause ist man weniger abgelenkt durch Smalltalk mit den Kollegen und kann entsprechend etwas schaffen.“ meint Dana Arsand, Mitarbeiterin bei der Arge. Niemand hält einen an der Kaffeemaschine mit Gesprächen auf. Ganz leise, mit oder ohne Musik oder Netflix – die Umgebung kann sich jeder frei gestalten.

Wenn es darum geht, Bereitwillige für Zusatzaufgaben zu finden, wird meist zuerst im Büro danach gesucht. „Ein oder zwei Tage Homeoffice als Ausnahme finde ich erfrischend – endlich kann man Aufgaben erledigen, die Ruhe erfordern, man kann sich ‚wichtigen plötzlichen Aufgaben‘ besser entziehen und ich arbeite zu Hause an meinem GamerPC-Setup einfach wesentlich besser als mit den Geräten der Firma.“, berichtet Claudia Schindela, Global Marketing Manager Dropshipping & Fulfilment bei Spreadshirt.

Vor allem die Tätigkeiten, die konzentriertes Arbeiten über einen längeren Zeitraum erfordern, gehen im Homeoffice leichter von der Hand.
Dario Nassal, Gründer vom Journalismus-Startup TheBuzzard, erklärt: „Gerade in der Redaktion müssen oft Sachen am Stück abgearbeitet oder in Ruhe geschrieben werden. Das funktioniert zu Hause wesentlich besser als in einem Büro, in dem ständig wer telefoniert oder nach der Kaffeemaschine fragt. Wir sind als Redaktionsteam deshalb größtenteils dezentral organisiert, die meisten Redakteurinnen und Redakteure arbeiten von zu Hause aus.“

Was die einen als Ablenkung empfinden, unterstützt die anderen, produktiv zu sein: „Ich bin ja so ein „unsteter“ Typ: ich arbeite 30 Minuten, dann muss ich aufstehen und die Waschmaschine füllen. Dann arbeite ich weiter für ne Stunde, um aufzuspringen und den Abwasch zu machen. Und das ist wichtig, weil ich dabei die Dinge im Kopf wälze und zu einer Lösung für ein Arbeitsproblem komme. Am Schreibtisch hätte ich das nicht gelöst.“ erzählt Sabine Reichelt, Chefredakteurin des unerzogen-Magazins, über ihre Zufriedenheit über den Zustand, ausschließlich vom Homeoffice aus zu arbeiten.

1.2. Der Arbeitsweg entfällt

Laut Stepstone Mobilitätsreport 2018 benötigen 35% der Arbeitnehmer täglich zwischen 30 und 60 Minuten für den einfachen Arbeitsweg, 12% sogar bis zu 90 Minuten. Während die Kollegen noch zur Haltestelle flitzen, in stickigen U-Bahnen schwitzen oder die ersten Meetings nur rudimentär mitbekommen, weil ihr ICE durch Funklöcher fährt, spart der Mitarbeiter im Homeoffice enorm Stress und Lebenszeit und startet entspannt in den Arbeitstag.

1.3. Kranke Kinder oder Angehörige betreuen

Wer mit Kindern zum Kinderarzt gehen muss, weil der Arbeitgeber einen Krankenschein verlangt, kennt das: das vorher eher leicht erkrankte Kind liegt nun richtig flach und auch man selbst hat sich einige fiese Kinderviren im Wartezimmer eingesammelt. Arbeitgeber, die im Krankheitsfall erst einmal Homeoffice erlauben, tun das Richtige. Gerade Kleinkinder sind nach ein, zwei Tagen zu Hause wieder fit, während Kinderärzte häufig eine ganze Woche krank schreiben.

1.4. Schnupfen auskurieren

Unser Immunsystem wird mit einer beginnenden Erkältung gut fertig, wenn wir uns in keimarmen Räumen bewegen. Öffentliche Verkehrsmittel, Großraumbüros, gemeinsam genutzte Sanitärräume und Kantinen gehören nicht dazu. Wer verschnupft auf Arbeit geht, anstatt vorübergehend im Homeoffice zu arbeiten, tut weder seinen körpereigenen Heilkräften noch den Kollegen einen Gefallen. Auch hier profitiert der Arbeitgeber davon, nicht gleich vom ersten Tag an einen Krankenschein zu verlangen.

1.4. Homeoffice als gewohnte Umgebung

Sie sprechen nicht gern darüber – aber für zahlreiche Menschen stellt es täglich eine Herausforderung dar, sich in den öffentlichen Raum zu begeben. Sie ziehen ihre Kraft aus der Stille und Stabilität und bleiben daher lieber in ihrer häuslichen sicheren Umgebung. Ohne allzu viel persönlichen Kontakt mit anderen.

Ich denke hierbei auch an Leute mit bestimmten Ausprägungen von Asperger-Autismus oder einer sozialen Phobie. Gleichwohl fühlen sich Menschen mit Symptomen, die man dem Spektrum der Hochsensibilität zuordnet, durch Lautstärke und Stress schneller ausgelaugt als normalsensible Kollegen. Für diese Mitarbeiter sind ein, zwei Tage Homeoffice die Woche Gold wert, um psychischen Stress zu reduzieren.

1.5. Das Gefühl von Selbstbestimmung

Manche Mitarbeiter schätzen die Möglichkeit, sich ihre Zeit frei einteilen zu können: enorm früher oder ungewöhnlich später Start, ausgedehnte Mittagspause mit Mittagsschlaf, nachmittags an den See, dafür spät abends noch zwei Stunden arbeiten. Nebenbei kann der Trockner angestellt und eine Getränkelieferung entgegengenommen werden.

Nicht nur die Arbeitszeiten, auch die Wahl des Arbeitsortes ist manchen Mitarbeitern im Homeoffice freigestellt. Solange die technische Infrastruktur stimmt, funktioniert der Laptop am heimischen Küchentisch genau so gut wie im Coworking-Space in Marrakesch oder beim Opa in Palermo.

1.6. Homeoffice als Flucht

Wenn die Nachfrage des Teams nach Homeoffice plötzlich sprunghaft ansteigt, sollten sich Gründer oder Personalverantwortliche überlegen, was hier eigentlich los ist. Mitarbeiter können ein Spiegel des Verhaltens, dass sie „von oben“ sehen, sein. Sind die Gründer oder Heads häufig ohne Erklärung abwesend oder nicht erreichbar? Führen sie eher laissez-faire, also ohne wirkliches Interesse, was die Mitarbeiter tun? Wie ist es um die Stimmung im Büro bestellt? Manche Mitarbeiter fliehen vor Konflikten und Disharmonie, indem sie sich ins Homeoffice zurückziehen, andere entziehen sich der Kontrolle durch ihre Kollegen oder Peers, was sie wann und wie erledigen.

Da die oben angesprochene Stanford-Studie von Nicholas Bloom zu dem Ergebnis kam, dass Homeoffice nicht nur positive Effekte auf die Mitarbeiter hat und meine eigenen Erfahrungen auch zweischneidig sind, habe ich tiefer gegraben. Ich musste zahlreiche Menschen befragen, bis auch Schattenseiten genannt wurden.


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2. CONTRA Homeoffice: 6 Gründe, wieso Arbeitnehmer lieber im Büro als im Homeoffice arbeiten

„Ein Leben ohne reale Kollegen ist möglich, aber sinnlos.“ Thomas Abraham, System Engineer bei Spreadshirt

2.1. Die Sache mit der Produktivität

Okay, es ist keine Überraschung, dass man sich da am produktivsten fühlt, wo man den wenigsten Störungen ausgesetzt ist. Welche Reize uns dabei keine Ruhe lassen, ist jedoch individuell sehr verschieden: während die einen kein Problem mit Gesprächen im Großraumbüro, aber mit plötzlich auftauchenden Kollegen an ihrem Schreibtisch haben, können die anderen den Aufforderungscharakter des heimischen unabgeräumten Frühstückstisches schlecht ausblenden.

„Im Büro kannst du Dich auf deine Arbeit fokussieren, da klingelt keine Waschmaschine, die Oma ruft nicht an, und die Kinder kommen nicht 11 Uhr wegen hitzefrei und wollen knifflige Matheaufgaben gestellt bekommen.“, so Jens Struwe, Softwareentwickler bei Russischer Bär Software.

Jessika Wittman, Geschäftsführerin des Café Karl in Leipzig, sieht das ähnlich: „Ich kann im Büro auch effektiver arbeiten und bin mit allem schneller durch. Zu Hause ist man doch eher abgelenkt und braucht für alles länger.“

Sebastian Richter beschreibt, mit welchen Störfaktoren er im Homeoffice zu kämpfen hat: „Ständige Ablenkung durch Nachbarn, die Rasen mähen. Private Post kommt rein, die nicht direkt zum Workflow passt. Die Kinder sind zu Hause und wollen mit dir reden, obwohl eigentlich Arbeitszeit ist. Du denkst darüber nach, ob der Geschirrspüler jetzt auszuräumen ist oder später.“ Wohin das führt? „Du findest kein Ende. Du arbeitest auch am Wochenende. Du arbeitest zu lange.“ Womit wir beim nächsten Punkt wären:

2.2. Die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

„Ich brauche mental den Moment morgens, an dem ich durch die Tür gehe, und den Moment, an dem ich abends wieder reinkomme.“ Alexander Joscht, UX Designer bei InVision.

Angestellten wie Selbständigen scheint es leichter zu fallen, sich auszuruhen, wenn Arbeit und Freizeit an verschiedenen Orten stattfinden.

„Ich profitiere oft von der räumlichen Trennung von Beruf und Freizeit“, meint Maria-Christin Kowal, Senior Online Marketing Manager bei Facelift.

„Fürs Büro muss ich sehr bewusst und aktiv mein Zuhause verlassen, gehen, Distanz überwinden. Je nach Aufgabe ist das wichtig, finde ich.“, erzählt mir Anke Bebber, Communication & Social Media Manager bei Intershop. „Wenn ich wissenschaftliche Artikel redigiere, ist das einfacher, wenn das an einem anderen Platz geschieht, einem, den ich wieder verlassen kann, um in mein Zuhause zurückzukehren. Mir hilft das klare Abgrenzen. Nur ein Platz in meiner Wohnung würde das nicht schaffen.“

Tobias Loy, Consultant für Design & Innovation bei tobiasloy.com: „Seitdem ich selbständig bin, bevorzuge ich meistens die Arbeit im Büro. Es hilft mir, mich auf die Arbeit zu fokussieren, ich mag den Austausch mit meinen Büro-Kollegen. Außerdem ziehe ich so zumindest eine halbdurchlässige Membran – im Gegensatz zu einer Grenze – zwischen Arbeit und Privatleben und bin dadurch nicht immer selbst und ständig.“

2.3. Aus den Augen, aus dem Sinn: im Homeoffice fehlen oft Anerkennung und Wertschätzung für das Geleistete

Wie weiter oben schon kurz erwähnt, kam die Stanford-Studie von Nicholas Bloom zu dem Ergebnis, dass 50% der Mitarbeiter, die vom Homeoffice aus arbeiten konnten, wieder zurück ins Büro wollten. Als Hauptgrund gaben sie die fehlende Anerkennung an: kleine Erfolge feierten sie vor ihren Rechnern meist allein, größere waren schnell vergessen.

Außerdem fehlen all die kleinen Beziehungssignale, die man automatisch empfängt, wenn man vor Ort arbeitet: ein Lächeln vom Chef, Smalltalk mit den Kollegen, Kuchenrunden bei Geburtstagen, gemeinsames Mittagessen, Unterstützung in Diskussionen oder dankbare Blicke der Kollegen, nachdem man ihnen eine Aufgabe abgenommen hat.

Wer seine Motivation aus der Wertschätzung dafür zieht, was er eigentlich alles leistet, kann im Homeoffice schnell in einen Motivationsengpass geraten.

2.4. Mangelnder Kontakt zu Kollegen

Das führt zum nächsten Punkt: wer im Homeoffice wenig Kontakt zu Kollegen hat und für seine Arbeit keine Rückmeldung erhält, fühlt sich einsam. Und kompensiert das eventuell mit ständig geöffneten Browsertabs, die zumindest virtuell den sozialen Kontakt ermöglichen: Facebook, Instagram, Twitter, Gruppen- und Einzelchats. Das Ausbleiben von Feedback auf eine E-Mail, die man geschickt hat, kann zur Krise führen: bin ich niemandem so wichtig, dass ich eine Antwort wert bin?

„At work, if I am having a bad day, I can see other people smiling and that makes me happy and motivated. And I can also be that person who smiles and do my bit to motivate others.“ beschreibt Philip Rooke, CEO von Spreadshirt, die positiven Effekte von Kontaktmöglichkeiten.

„Ich bin auch, wenn es geht, im Co-Working-Space, weil mir zu Hause der echte Austausch und die Kommunikation mit Menschen fehlt“, so Jan Doering, Gründer des Moderatorenwerks. „Einmal pro Woche geht Home Office, dann ist das auch gut, aber nicht mehr…“

2.5. Das Gefühl, nicht zum Team dazu zu gehören

Als soziale Wesen haben wir Menschen das überlebenswichtige Bedürfnis, uns zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen. Dieses Gefühl wird beispielsweise durch das gemeinsame Ausrichten von Aufmerksamkeit auf dieselbe Sache, gemeinschaftliche Aktivitäten oder das Empfinden, einen wesentlichen Teil zu einem größeren Ganzen beizutragen, genährt.

Keine Frage, dass es im Büro leichter ist, sich zum Team gehörig zu fühlen. Schon die Kommunikation über ein Thema, das das gesamte Team betrifft, oder das kollektive Augenrollen aufgrund des nervigen Auftretens eines Kunden tragen dazu bei. Selbst wenn dem Mitarbeiter im Homeoffice später über den Gruppenchat von diesem Kunden berichtet wird, ist das Zugehörigkeit auslösende Momentum meist vorbei.

„I’m mostly working remotely, and it makes me realize how good I had it in the office! Friendships, recognition, a certain creative energy, all missing from my daily work life.“ beschreibt Ashley Parker, Associate Editor at Havard Business School Publishing, was sie im Homeoffice vermisst.

In den Gründen, wieso Mitarbeiter vom Homeoffice aus arbeiten möchten, habe ich schon erwähnt, dass manche die Stille bevorzugen, weil sie sich ungern mit Menschen umgeben. Doch auch diese Mitarbeiter haben ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Werden ihnen Möglichkeiten verwehrt, es zu erfüllen, verschärft das unter Umständen ihre Symptomatik.

2.6. Informationen kommen nicht im Homeoffice an

„Der Austausch im Büro vor Ort ist für eine gesunde Organisation unerlässlich.“ Gregor Duda, Gründer von orbnet.de

Der mangelnde Austausch von Information ist in den meisten schnell wachsenden Unternehmen ein Thema. An irgendeinem Punkt zwischen 5 und 15 Mitarbeitern ist es mit der osmotischen Informationsweitergabe vorbei, weil man nicht mehr gemeinsam in einem kleinen Büro sitzt, in dem sowieso jeder alles mitbekommt. Die Gründer sind weniger präsent und haben somit seltener Kontakt zu jedem einzelnen Mitarbeiter.

Da man sich in diesem Stadium aber gern noch gegen Prozesse wehrt, sinkt die Informiertheit des einzelnen Mitarbeiters. Für die Mitarbeiter im Homeoffice ist die Situation natürlich noch verschärft, wenn sich aufgrund eines fehlenden Prozesses niemand zuständig fühlt, sie informationstechnisch abzuholen oder in Entscheidungen einzubeziehen – oder sie zumindest darüber in Kenntnis zu setzen, dass eine Entscheidung getroffen wurde.

Samuel Ferraz-Leite, Domain-Lead bei Drei, kann für seinen Job auf keinen Fall auf persönliche Kommunikation verzichten: „Meine Arbeit erfordert aktive Abstimmung im Team. Und nichts ist besser als face 2 face Kommunikation am Whiteboard. Wenn ich wählen müsste, würde ich immer das Büro wählen.“

3. Wie gehen Unternehmen mit den unterschiedlichen Wünschen der Arbeitnehmer zum Thema Homeoffice um?

Laut der Studie des Bundesverbandes der Personalmanager aus dem Jahr 2019 gestatten 77% aller deutschen Unternehmen ihren Mitarbeitern, wenigstens ab und zu von zu Hause aus zu arbeiten, was von 30% der Belegschaft wahrgenommen wird.

Aus meiner Arbeit mit Startups weiß ich: um die Effektivität zu erhalten, brauchen die meisten Unternehmen ab einer Teamgröße von ungefähr 8 – 15 Mitarbeitern Richtlinien, wie die Arbeit im Homeoffice gestaltet werden sollte.

Mit welchen Richtlinien Unternehmen gute und schlechte Erfahrungen gemacht haben, liest du in meinem nächsten Artikel: Homeffice-Regeln: 5 essentielle Punkte, die die meisten Arbeitgeber nicht beachten (coming soon)


Hi! Ich bin Janett:
Psychologin mit 2 Katzen und 13 Jahren Chef-Erfahrung im eCommerce.
Ich helfe Gründern und Unternehmern auf dem Weg vom Freund zum Chef und unterstütze sie, produktiv mit ihren wachsenden Teams zu arbeiten. 

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